EMDT_European Medical Device Technology

Medtech Insider, Fall 2013

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Branchen-news auch für chronisch kranke und alte Patienten das Leben erleichtern: Herzkranke und Diabetiker können ihre aktuellen Körperdaten von zuhause über das Internet an ihren Arzt weitergeben. Mobile Endgeräte können dementen Menschen als Erinnerungsstütze dienen oder sie bei der richtigen Dosierung der Medikamente unterstützen. Die Instrumente können im Falle eines Sturzes oder eines Unfalls die Helfer alarmieren und dabei helfen, den Patienten aufzufinden. Die notwendigen Sensoren können entweder in die Kleidung eingearbeitet oder dem Patienten implantiert werden. Diese Maß- nahmen erhöhen die Qualität der Pflege und die Lebensqualität der Betroffenen, weil sie deren Sicherheitsgefühl steigern und ihnen stärker als bisher ermöglichen, in ihrem gewohnten Umfeld überwacht zu werden. Zugleich entlastet das die Krankenhäuser und spart Kosten. Bei allen Vorteilen, die der Einsatz von Wireless-Technologien bietet, weist Elisabeth Ruiz Jiménez, Certification-Expertin bei AT4wireless, auch auf die Risiken hin, die den Patientenmanagementsystemen innewohnen: Alle Informationen die drahtlos übertragen werden, können grundsätzlich von Hackern belauscht, abgefangen oder verändert werden. Hersteller von medizinischen Geräten sollten daher von Anfang an einen Fokus auf den Sicherheitsaspekt legen, wenn sie eine drahtlose Komponente in ihre Instrumente integrieren wollen. Kryptographie, ein Key Management und Maßnahmen gegen Verbindungsverluste erhöhen die Sicherheit der Geräte und tragen zur Akzeptanz der Technologie bei den Patienten bei. 2014 fallen Preise für 3D-Drucker wegen auslaufender Patente D ie sogenannten additiven Fertigungsverfahren können viel dazu beitragen, Herausforderungen in der Medizintechnik zu meistern. Gerade in Bereichen, in denen die Produkte individuell an einzelne Patienten angepasst und in Losgröße 1 produziert werden, können die Technologie helfen, Zeit und Kosten zu sparen. Für viele kleinere und mittlere Unternehmen waren hochwertige Drucker allerdings bisher häufig zu teuer. Laut einer Meldung des Wirtschaftsmagazins Quartz könnten die Preise für die Drucker im kommenden Jahr massiv fallen. Als Grund nannte das Medium, dass verschiedene Patente für die Laser-Sintering-Technologie im Februar 2014 auslaufen. Das werde zu erhöhter Konkurrenz unter den Herstellern und letztlich zu sinkenden Preisen führen. Beim Laser-Sintering verschmilzt ein Laser selektiv pulverförmige Ausgangsstoffe, um dreidimensionale Strukturen Schicht für Schicht aufzubauen. Neben dem Prototypenbau wird die Technologie derzeit genutzt, um Werkzeug- und Funktionsbauteile herzustellen. Quartz zitiert Duann Scott von Shapeways, der angibt, dass die Preise für 3D-Drucker mit der vergleichsweise simplen FDM-Technologie innerhalb von fünf Jahren von 14 000 Dollar auf 300 Dollar gefallen seien, nachdem die Patente ausgelaufen waren. FDA warnt vor Hackerangriffen auf medizintechnische Geräte D ie Vernetzung medizintechnischer Geräte trägt – vom OP-Saal bis zur Homecare-Unterstützung – viel dazu bei, dass die Behandlung effizienter wird. Allerdings bringt das auch Gefährdungen mit sich. Die US-Gesundheitsbehörde FDA sprach auf ihrer Internetseite eine Warnung aus, die auf die Gefahren von Internetkriminalität hinweist. Viele Instrumente seien unzureichend vor Hackerangriffen geschützt. Die FDA äußerte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass 10 / Herbst 2013 magenta cyan black viele Geräte mit Malware oder Viren infiziert seien, was aber in der Regel nicht an gezielten Angriffen liege, sondern an Schadprogrammen, die in den Krankenhaushausnetzwerken kursieren. Bisher sei noch kein Fall bekannt, dass ein Patient durch einen IT-Sicherheitsvorfall ernsthaft zu Schaden gekommen sei. Die FDA möchte das Bewusstsein bei den Herstellern und Krankenhäusern für die Gefahr der Cyberkrimilalität erhöhen, damit sie frühzeitig Maßnahmen zum Schutz ihrer Geräte ergreifen. Als Beispiele für sinnvolle Gegenmaßnahmen führt sie an: Nutzeridentifizierung mit Passwort, Smartcard oder biometrischer Erkennung. Wenn ein Gerät infiziert ist, sollte sichergestellt sein, dass eine schnelle Bereinigung möglich ist und die Grundfunktionen trotzdem erhalten bleiben. Die Behörde weist explizit darauf hin, dass Veränderungen an der Software, die die Sicherheit der Instrumente erhöhen, normalerweise nicht erneut geprüft und genehmigt werden müssen. emdt.co.uk ES325282_MI1310_010.pgs 09.25.2013 21:22 UBM

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