EMDT_European Medical Device Technology

Medtech Insider, Fall 2013

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NEUE TECHNOLOGIEN Schweizer Wissenschaftler entwickeln elektronisches System mit kognitiven Fähigkeiten S sche Einflüsse vearbeiten konnte. Das System bestand Tests, die üblicherweise an Primaten durchgeführt werden, um deren kognitive Fähigkeiten zu testen. Das System musste vorgegebene Regeln auf ein einfaches optisches Szenario anwenden, was ein Kurzzeitgedächtnis und umgebungsabhängige Entscheidungen erfordert. „Das ist noch alles Grundlagenforschung", sagte Giacomo Indiveri, Professor am Institut für Neuroinformatik an der Universität Zürich. „Aber wenn die Technologie weiter entwickelt wird, kann sie in Anwendungen eingesetzt werden, bei denen es darauf ankommt, kontextsensitive Informationen in nicht standardisierten Umgebungen, wie etwa in Wohnhäusern, zu verarbeiten." Als Beispiel nannte er Notfall- und Homecaresysteme. „Dank unserer Methode lassen sich neuromorphe Chips für beliebige Verhaltensweisen konfigurieren. Unsere Ergebnisse sind grundlegend Wissenschaftlern der Universität Zürich und der ETH Zürich ist es jetzt gelungen, so genannte neuromorphe Mikrochips zu entwickeln. für die Entwicklung neuer Hirn-inspirierter Technologien," sagt Indiveri in einer Pressemitteilung. Die Forscher veröffentlichten ihre Erkenntnisse im Wissenschaftsjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America". Foto: Universität Zürich o ausgeklügelt moderne Computersysteme inzwischen auch sind, wenn es darum geht, kontextsensitive Informationen zu verarbeiten, sind sie dem menschlichen Gehirn nicht gewachsen. Zumindest noch nicht. Wissenschaftlern der Universität Zürich und der ETH Zürich ist es jetzt gelungen, sogenannte neuromorphe Mikrochips zu entwickeln. Diese ermöglichen es elektronischen Systemen, kognitive Fähigkeiten zu entwickeln. Die elektronischen Schaltkreise sind dem menschlichen Gehirn in Bezug auf Geschwindigkeit und Energieverbrauch vergleichbar. Die Entwicklung könnte den Weg weisen, um eines Tages Maschinen in gewissem Umfang menschenähnliche Entscheidungsfindungsprozesse zu ermöglichen. Die Wissenschaftler demonstrierten die Fähigkeit ihrer Chips, wie ein Gehirn zu arbeiten, indem sie diese in ein künstliches System einbauten, das sensori- Internet der Dinge: Strom vom Fernsehmast on der intelligenten Kleidung über Ambient Assisted Living bis zu selbststeuernden Bauteilen in der Fertigung: Das viel diskutierte Internet der Dinge wird auch die Medizintechnik verändern. Wenn Gegenstände aber in ständigem Austausch miteinander stehen, benötigen sie Energie. Das machte den Einsatz in schwer zugänglichen Bereichen bisher sehr aufwendig. Ingenieure der Washington University haben eine Technologie entwickelt, die das ändern könnte. Bei dem Verfahren, das sie „Ambi- V 12 / Herbst 2013 magenta cyan yellow black ent Backscatter" nannten, nutzen sie bestehende Handy-, Fernseh- oder Radiosignale von Funktürmen. Die von ihnen entwickelten Geräte absorbieren entweder diese Signale oder sie reflektieren sie. So erzeugen sie einen binären Code, der von einem anderen Gerät gelesen werden kann. Das ermöglicht eine Kommunikation ohne Energieverbrauch. „Wir können die drahtlosen Signale, die uns ohnehin schon umgeben, als Energiequelle und Kommunikationsmedium nutzen", so Shyam Gollakota, Assistenzprofessor an der Washington University und der Forschungsleiter des Projekts. „Wir hoffen, dass die Technologie in einer Vielzahl von Bereichen wie intelligenter Kleidung, Smart Homes und selbsterhaltenden Sensornetzwerken Anwendung findet." Die Forscher testeten die Technologie in Umgebungen, die bis zu 10 Kilometer vom nächsten Funkturm entfernt waren. Bei den Tests übertrugen die Geräte Daten in einer Geschwindigkeit von einem Kilobit pro Sekunde über eine Entfernung von etwa 75 cm. emdt.co.uk ES324395_MI1310_012.pgs 09.24.2013 23:19 UBM

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